Wer loslässt hat beide Hände frei für Neues

Hallo, hier ist Melania. Mein Thema heute: Veränderung durch Loslassen.

Ich würde gerne mit Ihnen folgende Gedanken teilen:

Was ist, wenn ich klar spüre, etwas ist wirklich zu Ende, es ist Zeit loszulassen, aber ich kann es nicht?

Man weiß es, wenn etwas vorbei ist, ob im Job oder in privaten Beziehungen, aber man hält daran fest. Man ignoriert alle Vorzeichen und spürt, dass Gespräche und Ansichten nicht mehr im Fluss sind. Man merkt die angespannte und nicht aufrichtige Atmosphäre, fühlt sich ständig angegriffen und unwohl. Der Körper reagiert mit Unpässlichkeit oder Krankheit.

Und doch überspielt man alle Vorzeichen und sagt zu sich selbst: Es passiert nichts, es darf einfach nicht sein …

Die Folterkammer aus Gedanken ist aber schon längst dabei, eine Hölle aus Existenzängsten, Sorgen, Rechtfertigungen und Verdrängung zu erschaffen. Konzentration, Leistungsfähigkeit und lösungsorientiertes Denken lassen nach, das tägliche Arbeiten wird zur Belastung.

Bei Eckhart Tolle heißt die grundlegende Regel: „Je mehr wir unserer jetzigen Situation widerstehen, desto schmerzlicher ist sie.“

Ja – und das Verleugnen kostet Kraft und nimmt uns Selbstbewusstsein, lässt unsere Zweifel an unseren Fähigkeiten wachsen, weil wir die Realität nicht wahrhaben wollen: Meine Zeit hier ist vorbei, es passt nicht mehr für beide Seiten, ob begründet oder unbegründet.

Ich sehe oft Führungskräfte, die viel zu lange ausharren, warten, bis sie gekündigt werden oder die Situation sich wie durch ein Wunder ohne ihr Zutun verändert. Sie bleiben in dieser vergifteten Atmosphäre, unfähig zu handeln, um eine Veränderung herbeizuführen, sie verschwenden ihre Energie mit Beschwerden und Schuldzuweisungen an andere.

Das Ergebnis sind nicht selten der Verlust der Persönlichkeit, Selbstzweifel und veränderte Ausstrahlung und eine alles überstrahlende Unzufriedenheit.

Das Ausharren in einer unguten Atmosphäre geht nicht spurlos an einem vorbei, leider ist das nicht positiv.

Loslassen ist manchmal eine Entscheidung, um sich selbst nicht zu verlieren, Veränderungen sind dann möglich und meine Erfahrung ist, dass alle Existenzängste nicht eintreten, sondern persönliches Wachstum dadurch möglich wird.

Das ist kein leichter Schritt, ich weiß, aber oft ein Befreiungsschlag.

Heute schaue ich einmal bei mir, was ich loslassen sollte und ob ich da bin, wo ich sein will.

Gute Erkenntnis wünsche ich und ganz einfach Mut zum Hinschauen.

P.S. Nur wer loslässt, hat die Hände frei für Neues.

Melania