Alles ist Wandel

„Todo es cambio“ ist eines meiner Lieblingslieder gesungen von Mercedes Sosa.

In den letzten 12 Monaten hat sich die Welt für uns alle verändert. Unsere private, und für viele von uns auch unsere berufliche Welt.

Für uns als Trainer ist Online unser neues Offline geworden.

Und es funktioniert hervorragend. Zumindest dann, wenn man sich der neuen Situation mit allen Konsequenzen anpasst und den Paradigmenwechsel vollzieht.

So wie wir dies getan haben, sind auch viele unsere Kunden diesen Weg gegangen. Sie haben angenommen was ist und mit viel Kreativität und finanziellem Verlust ihr Unternehmen weitergeführt.

Was zählt wirklich, wenn etwas nie erlebtes, auf einmal die Macht übernimmt und in jeden unserer Lebensbereiche Einzug nimmt?

Die Frage sollte vielleicht eher heißen „was bleibt nach 2020?“

Victor Frankl, der den Begriff Proaktivität 1946 im psychologischen Kontext einführte, sagt: „Die Einstellung zu den Dingen, die liegt in unserer Macht.“ Ich finde ihn großartig und Proaktivität ist Teil all unserer Seminare. Zurzeit denke ich auch an viele andere seiner Erkenntnisse und Aussagen. Hier nur zwei Aussagen von ihm, die gerade heute so passend sind und zum Nachdenken anregen:

„Die Aufgabe wechselt nicht nur von Mensch zu Mensch – entsprechend der Einzigartigkeit jeder Person – sondern auch von Stunde zu Stunde, gemäß der Einmaligkeit jeder Situation.“

„Die Spielregeln des Lebens verlangen von uns nicht, dass wir um jeden Preis Siegen, wohl aber, dass wir den Kampf niemals aufgeben.“

Wie war meine Frage? Was bleibt nach 2020?

  • Menschen, die in einer Pandemie ihr Bestes geben und an der Hoffnung festhalten, dass, am Ende, alles einen Sinn haben wird und die in ihrem ganz persönlichen Einflussbereich weitermachen.
  • Unternehmen, die ihre Mitarbeiter über Werte weiterführen und die die Wirtschaftlichkeit nicht um jeden Preis über den Menschen stellen.
  • Familien und Freunde, die zusammenhalten. Auch über große Distanzen.

Nachhaltigkeit bekommt plötzlich eine neue Bedeutung. Was muss anders werden damit wir die volle Verantwortung übernehmen für das, was jetzt ist?

„Todo es Cambio“, Corona hat vieles sichtbar gemacht. Unsere Stärken, aber auch unsere Schwächen. Sowohl die des Individuums als auch die der Gesellschaft und der Unternehmen.

Ich vermisse, wie viele von Euch vielleicht auch, mein altes Leben und ja, ich bin oft sauer auf all diese Veränderungen, denn ich habe sie nicht gewollt.

Doch auf eine Pandemie sauer zu sein hat wenig Sinn. Viel eher ist es sinnvoll, mich an meine Werte zu erinnern. Also meine Gefühle der Wut und Aggressivität meinen Werten der Achtsamkeit und des Friedens in mir unterzuordnen und so gut durch diese Zeit zu kommen.

Annehmen was ist. Todo es cambio.

Und auch diese Situation wird sich wie auch immer verändern, und wieder verändern.

Das was bleibt sind unsere Werte, unsere Eistellung, unser Einflussbereich, in dem wir etwas bewirken können.

Meine Werte über meine Gefühle stellen, um so für mich selbst, aber auch für andere Menschen, Sinn zu schaffen.

Welche Deiner Werte tragen Dich durch diese Zeit?

P.S.

„Wer sich der Torschlusspanik hingibt, der vergisst, dass sich neue Tore öffnen, während sich die alten schleißen“                                                     

Victor Frankl

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