Gelassenheit bei Ablehnung

AblehnungKennen Sie das Gefühl, sich abgelehnt zu fühlen?

Manchmal sind es klar ausgesprochene Worte von unserem Gegenüber, manchmal eine nonverbale Gestik und manchmal eine Ahnung, dass es so ist.

Das Gefühl, abgelehnt zu sein, verunsichert uns und hat oft unüberlegte Reaktionen zur Folge.

Egal, wie alt wir werden, abgelehnt zu werden löst in vielen von uns einen Urschmerz aus, ähnlich wie wir es vielleicht als Kinder erlebten, wenn die anderen nicht mit uns spielen wollten.

Nicht dazugehören, von anderen nicht richtig verstanden zu werden, andere für unsere Ideen nicht begeistern zu können … all das begegnet uns oft genug im Arbeitsalltag oder auch im Privaten.

Unser Selbstwertgefühl ist dann oft nicht stark genug, um die Ablehnung annehmen zu können.

Dabei sagt eine Ablehnung viel mehr über den Ablehnenden aus, als über uns Selbst.

Dinge durchsetzen, Position beziehen, Konsequenzen umsetzen, Meinungsverschiedenheiten austragen, sich für Ideen und Werte einsetzen werden immer ein Für und ein Wider bei meinem Gegenüber auslösen.

Wenn ich Dinge um meiner selbst willen mache, dann stärke ich meine Position aus mir heraus und kann Ablehnung als Tatsache annehmen, ohne in Selbstzweifel unterzugehen.

Ohne im anderen einen Feind zusehen, sondern eine andere Position, einen anderen Standpunkt, eine andere Sichtweise mir oder meinen Ideen gegenüber.

Keine Angst vor Ablehnung zu haben, daran lohnt es sich zu arbeiten, da es mit unserem ewigen Selbstzweifel verbunden ist und dieser oft genug übertrieben wird.

Heute will ich Ablehnung einfach mal stehenlassen, ohne deshalb an meinem Selbstwert zu zweifeln.

Mal sehen, wie mein Tag da wird …

P.S. „Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.“

Marie von Ebner-Eschenbach

„Erst wenn Weihnachten im Herzen ist, liegt Weihnachten auch in der Luft.“ (William Turner Ellis 1866- 1955, Autor)

…. so empfinde ich auch.

Wir feiern seit Jahren an einem Adventssonntag unser jährliches „Come-Together-Weihnachtsfest“.

Freunde sind da, die wir zum Teil das ganze Jahr nicht geschafft haben zu treffen. Familie, die anreist. Es ist laut und bunt, viel Gelächter und große Freude darüber, zusammen zu sein. Gemeinsam essen und trinken, das alte Jahr besprechen und uns zusammen auf Weihnachten freuen.

Ich schmücke Tage zuvor das ganze Haus mit großer Vorfreude.

Während unseres „Come-Together-Festes“ sehe ich dann unseren Sohn mit roten Wangen durchs Haus rasen, meinen Mann von Gruppe zu Gruppe gehend, Cava und Wein nachschenkend, und die fröhlichen Gesichter unserer Gäste. Und genau diese „Minimomente“ des Hinschauens machen mich glücklich.

Später singen wir alle zusammen. Nicht schön, aber laut und voller Lachen. Unsere Kinder finden uns dann leider wenig cool, aber sie machen alle mit, ob groß oder klein. Und genau dann, wenn wir lautstark singen, spüre ich es: Weihnachten ist in meinem Herzen. Der Wunsch, danke zu sagen für alles, was uns in 2017 begegnet ist.

Danke für unsere Freunde.

Danke für unseren Sohn.

Danke für die beiden großen Kinder und unsere Familien.

Danke für einen Job, den wir lieben, für unser Team und für unsere Kunden.

Danke dafür, daß wir ein Jahr älter werden konnten und vielleicht auch etwas weiser. Und dafür, daß wir ein Jahr voller Erfahrungen erleben durften.

Weihnachten ist für mich eine Zeit des Anhaltens, des Innehaltens, des Erkennens, was für ein Glück, wir haben …

Ich wünschte mir, ich würde mir 12-mal im Jahr diese Zeit des bewußten Wahrnehmens gönnen. 12-mal im Jahr danke sagen an alle Menschen, die in unseren Leben sind.

Naja, klappt nicht immer, ich weiß, aber heute sage ich es: danke für 2017. Schön, daß du dazugehörst, danke, daß Sie dazugehören. Danke für die gemeinsame Zeit.

Wir wünschen allen eine erholsame Weihnachtszeit. Kommt gut an in 2018 und wir freuen uns auf schöne, bewußte Stunden mit euch und Ihnen.

Eure Melania

Hingabe

Hallo, hier ist Melania, Thema heute: Hingabe

Die Definitionen für dieses Wort sind vielseitig. Folgende Begriffe habe ich in vielen Erklärungen wiedergefunden:

  • rückhaltloser Einsatz
  • große Begeisterung
  • Leidenschaft
  • hingebungsvoller Eifer

Hingabe ist eine Herzensqualität. Eine treibende Kraft, die mich meine täglichen Aufgaben – ob im Job oder privat – mit einer spürbaren und sichtlichen Intensität erledigen läßt.

Sobald ich mein Herz ins Spiel bringe, weil es mir wichtig ist, weil ich es liebe, es zu tun, wird ENERGIE freigesetzt, die mich unterstützt und nicht belastet. Weiterlesen „Hingabe“

Alle Jahre wieder ….

Den Blog zum anhören:

Hallo, hier ist Melania.

Heute melde ich mich, um euch allen eine wundervolle Zeit zu wünschen.

Zeit für 365 Möglichkeiten in 2017,

Zeit für kleine Wunder,

Zeit für große Taten, Weiterlesen „Alle Jahre wieder ….“

Erfolg oder Misserfolg – das ist hier die Frage

Hallo, hier ist Melania.

Ich melde mich nach einer langen und erkenntnisreichen Zeit zurück.

Wir hatten einen guten Sommer und ich kann Ihnen versichern, dass der nicht nur von Erfolgen geprägt war. Es gab auch Misserfolge. Dinge die einfach nicht geklappt haben.

Was ist aber ausschlaggebend für Erfolg oder Misserfolg in unserem täglichen Handeln? Die Umstände, der Glaube, der Wille, die Fähigkeit, das glückliche Zusammentreffen von Ereignissen oder die Einstellung? Ich denke, es ist eine Kombination von allem. Für mich persönlich scheint die Einstellung, „es erreichen zu wollen“, eine besonders wichtige Rolle zu spielen.

Back to Business

Was passiert eigentlich, wenn ein Unternehmen erfolgreich ist? Also ein Projekt erfolgreich abschließt?

Das Erste ist dann oft die Zuschreibung, wer dafür verantwortlich ist. Und dieses ist überall vom gleichen egozentrischen Verhalten geprägt:

Ich habe …

Ich hatte …

Ich habe das-und-das getan …

Ich habe veranlasst, dass …

Jeder zieht sich den Mantel des Erfolges über. Er kam, er sah und er siegte! Jede Abteilung will letztendlich ausschlaggebend für den Erfolg gewesen sein, und fast jede Führungskraft will ihren entscheidenden Anteil an ihm gehabt haben. Erfolg ist so leicht anzunehmen, und noch leichter ist es, sich damit zu schmücken. Jeder zieht gerne freiwillig Bilanz, lässt sich feiern und ist bereit, für die Zukunft zu analysieren, was man noch besser machen könnte.  Es macht Spaß, so zu arbeiten. Und es ist eine Freude, ein Unternehmen dabei zu unterstützen Erfolge zu feiern. Als Coach ist es dabei mein Job, kritisch auf den Erfolg schauen, um dem Coachee zu helfen, für die Zukunft noch besser zu werden. In dieser komfortablen Situation hört jeder gerne zu, wenn man an ihm Dinge kritisiert. Ein Sparziergang. Und trotz kritischer Rückmeldung fühlt sich jeder gebauchpinselt. Die Gespräche sind offen und die Lernbereitschaft innerhalb der selbstbestimmten Komfortzone ist vorhanden.

Wie aber sieht die andere Seite dieser glänzenden Medaille aus? Was passiert, wenn das Projekt ein Misserfolg ist?

Welche Abteilung ist dann bereit, ihren Anteil an dem Misserfolg laut und für alle hörbar zu verkünden? Wer verkündet dann laut den eigenen persönlichen Anteil an diesem Misserfolg? Wer zieht sich diesen Schuh nun freiwillig an? Wer übernimmt die Verantwortung für die Situation? Schuldzuweisungen, das Verschieben von Realitäten und das Vertuschen der eigenen Schwachstellen sind an der Tagesordnung.

Und wie sieht nun meine Welt als Coach, der Feedback geben soll, aus?

Schwer, kann ich Ihnen sagen, egal, wie smart ich es verpacke. Zugegeben, das ist nicht meine Stärke. Nur wenige Menschen sind bereit, das Scheitern als Chance zu erkennen, dazuzulernen. Klar, die Komfortzone sollte man dann besser verlassen. Die oben erwähnten Verbesserungsvorschläge werden nun nicht mehr locker und positiv aufgenommen. Kleine und große Fehler fallen bei Erfolg nicht sonderlich ins Gewicht, bei Misserfolg jedoch schon.

Schade, dass wir Menschen bei Erfolg so gerne dazulernen und bei Misserfolg Fehler als Schuld erleben und sie lieber den Umständen oder Anderen zuschreiben, als aus ihnen zu lernen. Es fällt uns schwer, eine Fehlerkultur zu leben, in der es vor allem um die Einstellung zu den Dingen geht. Was uns schwerfällt, ist der Wille, besser zu werden und zu begreifen, dass man gerade aus Fehlern viel lernen kann. „Okay-Menschen tun nicht Okay-Dinge“. Das ist einer meiner Lieblingssätze. Wenn ein Misserfolg da ist, dann wäre es doch traumhaft, den Willen zu entwickeln, es nie mehr zu einem solchen Misserfolg kommen zu lassen.

Es ist so unsexy Führungskräfte zu erleben die im Widerstand sind und Schuldzuweisungen von sich geben. Obgleich es offensichtlich ist, dass hier etwas nicht stimmt und durch emotionale Dramen Zeit und Energie verloren geht.

Eine „verlorene Schlacht“ heißt noch lange nicht, dass man den “Krieg“ verloren hat.

Misserfolge, die schnell erkannt werden, bergen so viel positive Kraft in sich und können Berge versetzen. Leider schauen viele Unternehmen viel zu lange zu, bis die Misserfolgskette nicht mehr zu stoppen ist.

Meine persönliche Erfahrung ist, dass meine größten Lernschritte oft durch Misserfolge eingeleitet wurden.

lch wünsche mir für mich, mit meinen Misserfolgen genauso wertschätzend umgehen zu können, wie ich es mit meinen Erfolgen tue. Und ich wünsche mir Führungskräfte, die in der Lage sind, egal ob bei Erfolg oder Misserfolg, „Kai-Zen“ – also den Wunsch der stetigen Verbesserung – zu leben.

Die Dinge sind so, wie sie sind. Das bedeutet, Erfolge und Misserfolge in gleicher Weise zu analysieren und für sie die Verantwortung zu übernehmen. Es geht doch schließlich darum, die Gesamtsituation zu verbessern. Im Sinne von Kai-Zen muss es dann heißen: Er sah, er verstand, er verbesserte – ohne Befindlichkeiten – und er siegte.

Unser Leben ist viel zu komplex, ob im Berufsalltag oder zuhause, als dass wir Fehler vermeiden könnten. Wie sagte mein Bruder so nett: „Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man.“

Wichtig ist es, Verantwortung zu übernehmen und nicht Schuld-Dramen zu kreieren.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viele Siege und eine positive Einstellung zu den verlorenen Schlachten.

PS: „Die letzte der menschlichen Freiheiten besteht in der Wahl der Einstellung zu den Dingen“ (Viktor Emil Frankl).

Lebensträume brauchen Pläne, um wahr zu werden

Audio-Version: 

„I have a Dream“ sagte Martin Luther King 1963. Was für ein bedeutsamer Satz eines so mutigen Mannes.

Ganz so mutig und bedeutsam waren meine Träume nicht und doch bestimmen sie heute mein Leben. Ich wollte schon als Jugendliche Waldorf-Lehrerin werden. Die Pädagogik nach Rudolf Stein (1861-1925) hat mich begeistert.

Nach meinem Abitur in Berlin stellte ich mich in der Waldorf-Schule zum Informationsgespräch vor. Als ich dann erfuhr, was es bedeutet, Anthroposoph zu sein – …nämlich nicht rauchen, saufen und kiffen zu dürfen –,  war ich als 18-jährige Großstadtgöre nicht bereit, dieses „Opfer“ zu bringen. Ich gab es auf, den Rest hörte ich gar nicht mehr. Weiterlesen „Lebensträume brauchen Pläne, um wahr zu werden“

Heute Morgen …

Jeder Morgen ist ein Erwachen nach einem kleinen Tod … So sagen die Buddhisten.

Ein Neuanfang. Eine Möglichkeit, heute das Leben zu ändern. Wünsche wahr werden zulassen, überfällige Entscheidungen zu treffen und in die Tat umzusetzen. Oder ganz einfach den ganzen Tag im Bett zu bleiben und ein gutes Buch zu lesen. Wir haben die Wahl – jeden Tag aufs Neue. Weiterlesen „Heute Morgen …“